Zuerst einmal unsere Grundhaltung zu den Menschen die mit uns in Kontakt kommen bzw. zu denen wir eine Beziehung aufnehmen:
Der Mensch ist grundsätzlich o.k.
Jeder Mensch kann denken
Gewalt lehnen wir grundsätzlich ab.
Menschen haben Gefühle und diese sind weder falsch noch richtig.
Jeder Mensch ist o.k. bedeutet für uns dass das Menschsein auf einer Stufe mit allen anderen nicht in Frage gestellt wird. Das was ein Mensch hingegen tut kann o.k. oder nicht o.k. sein wenn er sich oder andere schädigt oder einschränkt.
Jeder Mensch kann in seinem individuellen Rahmen denken.
Wenn er will können wir ihm dabei helfen.
Wir alle haben Gefühle wie Trauer, Angst, Trauer oder Furcht.
Die Frage ist: Was haben wir gelernt um damit umzugehen?
Wir sind uns bewusst darüber, dass es ein langer Weg ist diese Grundhaltungen im Alltag umzusetzen und möglichst bei uns zu bleiben. Wir machen Fehler, vielleicht auch Rückschritte beim Lernen aber solange wir die o.g. Grundhaltungen wieder bewusst machen können sind wir in der Lage mit Liebe und Wohlwollen die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu begleiten.
Begleiten, deswegen weil wir häufig nur herausfinden können was die Kinder brauchen und wollen und dies unterstützen.
Im Rahmen unserer Möglichkeiten setzen wir uns mit dem Thema Gewalt / Aggressionen aus verschiedenen Sichtweisen auseinander. Die psychologische, die kulturelle, die anthroposophische und natürlich aus unserer eigenen Erfahrung heraus.
Aus biologischer/psychologischer Sicht heraus möchten wir das Buch von Joachim Bauer „Schmerzgrenze“ empfehlen.
Für unseren alltäglichen Umgang benutzen wir häufig Methoden aus der Transaktionsanalyse. Aus der Anthroposophie hilft uns vor allem das geistige Vorstellen des Kindes.
Unsere Vorfahren waren entgegen der landläufigen Vorstellung weder blutrünstig noch Mörder. Sie waren überwiegend vegetarisch lebende Wesen und haben überlebt und sich entwickelt weil sie ein phänomenales soziales Kooperationsverhalten entwickelt haben. D.h. für uns, um den Kindern und Jugendlichen einen Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu ermöglichen, helfen wir ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln.
Aggression ist kein unerforschliches Phänomen.
Es gibt keinen Aggressionstrieb sondern Aggression ist ein reaktives Verhaltensprogramm. D. h. wir können unsere Reaktion auf Schmerz beeinflussen. Wir können Neues lernen. Psychisch durchschnittlich gesunden Menschen, die nicht unter äusserem Druck stehen und die durch niemanden provoziert wurden, ist es zuwider, anderen Leid zuzufügen.
Regel
Es ist verboten Gewalt anzudrohen oder Gewalt auszuüben gegenüber Personen, Tieren oder Material.
Vorgehen und Ziele
Prävention
Verstehen
Deeskalation erreichen
Abläufe fixieren wenn Gewalt ausgeübt wurde
Schutz der Menschen, Tiere und des Materials
Gewaltverzichtserklärung
*Aggression ist jede physische oder verbale Handlung, die darauf angelegt ist, eine andere Person zu konfrontieren, anzugreifen, zu schädigen, zu verletzten oder zu töten. Dabei wird vorausgesetzt, dass es sich um eine Aktion handelt, die von der geschädigten Person abgelehnt wird oder der sie auszuweichen trachtet.